Sanitäter

Sie helfen in Notfällen

Gruppe der Schulsanitäter

 

Die MBS hat schon vor geraumer Zeit zusammen mit dem DRK Schemmerhofen einen gut funktionierenden Schulsanitätsdienst ins Leben gerufen.

 

Unsere Schulsanitäter sorgen bei Festen, Ausflügen und an ganz normalen Schultagen für Sicherheit und helfen ihren Mitschülern bei Notfällen. Sie sind fit in Erster Hilfe, wissen, wie man einen Verband anlegt, wie man die stabile Seitenlage ausführt.

Sie können von Lehrern und Schülern ohne Probleme bei Notfällen alarmiert werden. Beim Schulsanitätsdienst (SSD) steht das Miteinander im Vordergrund. Im Mittelpunkt der regelmäßigen Treffen stehen nicht nur Besprechung und Weiterbildung, sondern auch Freizeitspaß und Teamgeist. Weiterhin nehmen die Schulsanitäter an Wettbewerben teil, an denen sie ihr Wissen praktisch und theoretisch üben und vertiefen können.

Wenn du Lust hast, dich unseren Schulsanis anzuschließen, wendest du dich an Michaela Ege, die Lernbegleiterin in der Lerngruppe 8. (Foto rechts)

 

 

 

Was tun im Notfall?

Klasse 8b der Mühlbachschule Schemmerhofen erhält Einblick in Erste-Hilfe Maßnahmen und besucht die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle

Erste Hilfe – Wichtig für jeden

Am Montag, den 19. Februar 2018 stand für die Schüler der Klasse 8b ein etwas anderer Deutschunterricht auf dem Programm. Durch die Teilnahme am Projekt der Schwäbischen Zeitung „Wir lesen intensiv“ kam die Klasse auf die Idee sich mit dem Thema Erste-Hilfe auseinander zu setzen. Was wäre wenn Lernbegleiter im Schullandheim bewusstlos würden? Wie müssten die Schüler vorgehen?

Kevin durfte sich zunächst auf den Boden legen. Er hatte sich den Fuß „verknackst“ und konnte, wegen der Schmerzen nicht mehr aufstehen. Was würden wir tun? Wie können wir im Notfall helfen? Wir erkannten, dass einfach weglaufen keine Lösung ist. Im Anschluss beschäftigen wir uns mit dem richtigen Vorgehen bei Verkehrsunfällen und was zu tun ist, wenn eine Person bewusstlos ist. Stabile Seitenlage ist für unsere Klasse jetzt kein Problem mehr!

Von unserer Lehrerin erfuhren wir, dass Deutschland bei der Laienreanimationsrate noch immer schlecht abschneidet. Daher hat das Land Baden Württemberg gemeinsam mit vielen Partnern wie z.B. der Sparkasse und dem DRK das Projekt „Löwen retten Leben“ an Schulen gestartet.

Gemeinsam mit unserer Lernbegleiterin Michaela Ege schauten wir uns verschiedene Videos an und konnte so erkennen, dass die Herzdruckmassage gar nicht so schwer ist. Das Üben war aber ganz schön anstrengend, vor allem, wenn man überlegt, dass ein Krankenwagen evtl. erst 15 Minuten nach dem Notruf da ist.

112 – Wo komm ich raus?

Am 26.03.2018 besuchten wir dann die Rettungsleitstelle in Biberach. Sie war eine der ersten Leitstellen die Feuerwehr und Rettungsdienst seit dem Jahr 1970 kombiniert. Als wir ankamen empfing uns Manfred Rommel, Leiter für Jugendarbeit und Schulen im DRK. Er stellte uns wichtige Verhaltensregeln vor, die wir beim Betreten der Leitstelle beachten sollten um den Arbeitsbetrieb nicht zu stören.

Als die Tür zur Leitstelle aufging und wir endlich hineindurften, sahen wir vier Arbeitsplätze mit jeweils fünf Bildschirmen. Alex, einer der dort Beschäftigten, empfing uns freundlich. Er erklärte uns, dass die Leitstelle rund um die Uhr besetzt sein muss, da die Notrufe Tag und Nacht eingehen. Derzeit arbeiten 16 Mitarbeiter in der Leitstelle. Zum Zeitpunkt unseres Besuchs sind Basti und Jens für die Annahme der allgemeinen Notrufe verantwortlich. Hausnotrufe und Krankentransporte waren Rudis Arbeit.

Im Jahr gehen zwischen 150 000 bis 200 000 Anrufe in der Leitstelle ein. „Taschenanrufe“, Anrufe bei denen das Handy in der Tasche den Notruf unbeabsichtigt anruft, sind keine Seltenheit. Es kommt immer häufiger vor, dass Teenager sich einen Spaß erlauben und den Notruf wählen. Wer dies macht muss mit einer Anzeige rechnen. Alex erzählt uns von einem lustigen Anruf einer alten Dame. Sie war der Überzeugung, dass es ein echter Notfall wäre, dass ihr Fernseher kaputt sei. Hier konnte weder Feuerwehr noch Rettungsdienst behilflich sein.

Wenn ein Notfall eintritt muss innerhalb von 15 Minuten ein Rettungsmittel am Einsatzort sein. In Ummendorf ist derzeit eine „Behelfswache“ mit einem Rettungswagen. Man hat gemerkt, dass man im Bereich Ummendorf nicht immer zuverlässig die 15 Minuten einhalten kann. Im Landkreis Biberach hat es insgesamt sieben Rettungswachen.

Demnächst findet auf der Leitstelle in Biberach ein Umbau statt, wo unter anderem eine digitale Karte eingebaut werden soll. Außerdem werden die bisher zwei vollwertigen Arbeitsplätze auf vier aufgestockt.

Die W-Fragen wie z.B. Wo sind sie? oder Wie sind sie erreichbar?, werden bei einem Notruf gestellt, damit der Rettungsdienst weiß wo er hin muss. Ein Notruf dauert oft nicht länger als ein bis drei Minuten. Anrufe von Personen, welche die deutsche Sprache nicht sprechen erfordern immer viel Kreativität von den Leitstellenmitarbeitern.

Wir fanden den Besuch sehr interessant und informativ. Vielen Dank an Alex und seine Kollegen für die unterhaltsame Führung.