Festakt zur Einweihung des Neu- und Umbaus

Festakt zur Einweihung des Neu- und Umbaus

Der symbolische Schlüssel in Form eines Hefezopfs wurde übergeben. Schemmerhofens Bürgermeister Mario Glaser (links) freut sich mit Konrektor Matthias Rolser, Bauamtsleiter Markus Lerch und den Architekten Hans-Ulrich Kilian, Sibylle Hagel und Tim Kilian über die Fertsigstellung der Mühlbachschule. (Foto: Michael Mader)

Mit einem Festakt ist die neue Mühlbachschule in Schemmerhofen am Freitagabend vor zahlreichen Ehrengästen offiziell eingeweiht worden. Die Bevölkerung hatte einen Tag später die Gelegenheit, sich die moderne Gemeinschaftsschule anzusehen.

Wohin man blickte, sah man zufriedene Gesichter. Bürgermeister Mario Glaser freute sich ebenso wie Hans-Ulrich Kilian vom planenden Architekturbüro Kilian und Partner in Stuttgart, dass der Neu- und Umbau der Mühlbachschule nahezu fertiggestellt ist. Glaser betonte, dass es vor fünf Jahren schon ein Wagnis gewesen sei, das Projekt anzugehen. Gerade deshalb sei es wichtig, dass die Gemeinde auch dank der Zuschüsse ohne Neuverschuldung diesen Bau stemmen konnte. „Das Gebäude ist außergewöhnlich und die Schüler danken es mit ihrem Wohlbefinden, aber auch mit guten Leistungen.“

Vor allem im Bereich der digitalen Ausstattung sei die Mühlbachschule zum Vorreiter und Vorbild geworden. Die gesamte Schule ist mit schnellem Internet versorgt und mit einem Monitortafelsystem ausgestattet. Alle Lehrer haben Laptops „Wir sind eine Schule 4.0“, sagte Glaser mit Stolz. Zudem betonte der Bürgermeister, dass die Gemeinschaftsschule – allen Unkenrufen zum Trotz – in Schemmerhofen funktioniere. Das Schulmotto „Leben und Lernen im Ganzen“ werde perfekt umgesetzt.

14,5 Millionen investiert

Mit Beginn des neuen Schuljahrs im September konnten Schüler und Lehrer das neue 14,5 Millionen Euro teure Gebäude nutzen. Konrektor Matthias Rolser, der seit einigen Monaten den erkrankten Rektor Wolfgang Kirschner vertritt, strahlte mit seinen anwesenden Schülern um die Wette: „Wir haben jetzt das schönste Schulhaus der Region.“ Die lange Bauzeit – immerhin fast fünf Jahre – habe nun ein Ende, der Stress habe sich gelohnt. Schon der Chor aus den vierten Klassen hatte das Motto der Vergangenheit besungen: „Hurra, wir haben es überlebt.“ Rolser erinnerte daran, dass die Klassen teilweise ausgelagert oder Prüfungen im Rathaussaal geschrieben werden mussten. Rolser bedankte sich für das große Verständnis bei seinen Lehrerkollegen, bei den Schülern und auch den Eltern.

Dies griff der leitende Architekt Hans-Ulrich Kilian auf, der gemeinsam mit seinem Sohn Tim und der Freien Architektin Sibylle Hagel aus Schemmerhofen für das Projekt verantwortlich ist. „Wir haben schon einige Erfahrung im Schulhausbau, doch hier in Schemmerhofen war es dann doch eine besondere Herausforderung“, sagte Kilian. Zumal es große Probleme mit dem Baugrund gegeben habe. Kilian lobte die Zusammenarbeit mit Verwaltung und Gemeinderat, die immer ein offenes Ohr hatten. Dies sei nicht überall selbstverständlich.

Schon seit 15 Jahren habe man sich mit dem Schulhausbau in Schemmerhofen beschäftigt, jetzt sei das enorme Projekt fast fertig. Kilian wies daraufhin, dass man die Schule so konzipiert habe, dass „alle, die hier arbeiten, sich wohlfühlen.“

Und Hans-Ulrich Kilian überraschte noch mit der Ankündigung, für einen Tag in die Schule zu kommen und mit den Schülern über Architektur zu reden. „Damit sie noch besser verstehen, was unsere Passion ist.“

Der Landtagsabgeordnete Thomas Dörflinger (CDU) sieht in dem Projekt ein hervorragendes Beispiel für kommende Bildungspolitik. Dörflinger machte deutlich, dass der Landeszuschuss von fast 5,3 Millionen Euro eine Investition in die Zukunft für Kinder, Familien und die Gemeinde Schemmerhofen sei.

Zu guter Letzt wurde die Schule durch die beiden Geistlichen Kilian Krug und Hans-Dieter Bosch gesegnet.

(Quelle: Schwäbische Zeitung 18.11.2018)

 

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